rote bergamotteZahlreiche Lokalnamen und Synonyme weisen auf das hohe Alter und eine lange Kultur dieser Sorte hin, die vor 1768 in Frankreich entstand.In Unterfranken hieß die Sorte früher Trutzerbirne oder Trutzerle, allgemein in Bayern kannte man sie als Zwiebelbirne oder Apfelbirne.


Lange Zeit war das Trutzerle eine der am meisten empfohlenen Birnensorten, die in vielen Bauerngärten zu finden war. Trotz der früheren starken Verbrei¬tung sind heute fast keine Altbäume mehr zu finden. Im Landkreis Würzburg ist bisher kein Baum mehr bekannt, obwohl ältere Leute durchaus noch den Namen kennen.


Als typische Frucht aus der großen Birnengruppe der Bergamotten ist die Rote Bergamotte von plattrunder Gestalt. Der Stiel ist kurz und dick und die Schale ist meist stark berostet. Nur selten findet man wirklich rot gefärbte Exemplare, wie es der Name eigentlich erwarten lässt.

Das schmelzende, saftarme Fruchtfleisch ist weißlich, etwas körnig und weinsäuerlich gewürzt. Die Reife liegt Mitte bis Ende September, die Früchte sind nur drei Wochen haltbar. Die aromatische Tafelbirne wurde auch zum Dörren und für eingedicktes Birnenmus (sogenannte Latwerge) verwendet.

Der Baum wächst ungemein lebhaft, er wird mittelgroß bis groß, benötigt aber guten Boden. Die Krone ist – untypisch für Birnen - meist kugelförmig.

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