Würzburg und Veitshöchheim

Die unter Denkmalschutz stehenden Hofgärten in Würzburg und Veitshöchheim werden bis heute von der Bayerischen Schlösserverwaltung (www.schloesser.bayern.de) mit eigenem Personal unterhalten. Die Gärtnerinnen und Gärtner der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg sind das ganze Jahr über mit der Pflege und Instandhaltung der Anlagen beschäftigt.

Historische Pfirsichsorte 1981 wurde die Würzburger Residenz zusammen mit dem Hofgarten als eines der ersten Denkmalensembles in Deutschland von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen (Bild links). Diese hohe Auszeichnung ist zugleich eine Verpflichtung für die Schlösserverwaltung, die Erhaltung und Sanierung der Würzburger Residenz und des Hofgartens kontinuierlich fortzusetzen.

Der Hofgarten in Veitshöchheim ist als einer der besterhaltenen Rokokogärten Europas international bekannt. Auch hier wird die Erhaltung und Restaurierung der Anlage behutsam durch die Umsetzung eines gartendenkmalpflegerischen Konzeptes vorangetrieben, wozu unter anderem die Wiederbelebung der Formobstkultur zur Erzeugung von Tafelobst zählt.



Besonderheit: Formobstkultur

Wiederbelebung einer alten gärtnerischen Handwerkskunst

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Hofgarten der Würzburger Residenz um das tiefer liegende Gelände des Küchengartens erweitert. Diese Fläche hatte zuvor zum benachbarten Kloster St. Afra gehört. Bis 1969 besaß der Küchengarten noch Formobstbaum Kegelkroneseine ursprüngliche Wegeführung und die alte Aufteilung der Gemüsebeete, danach wurde er aufgegeben und in eine schlichte Rasenfläche umgewandelt.  Zwischen 1998 und 2005 konnte er jedoch rekonstruiert werden. Seither ziehen die Gärtner dort wieder Formobst, das unter dem Hofgärtner Johann Prokop Mayer den gesamten Garten prägte.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts standen im Garten der Residenz mehrere hundert kunstvoll geschnittene Obstbäume. Einige der an den Terrassenmauern des Ostgartens gepflanzten Spalier-Formobstbäume wurden noch bis weit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts nachgepflanzt, sind Formobstbaum Hohlkronedann aber aufgegeben worden. Im Hofgarten Veitshöchheim wurden in den letzten Jahren über 400 Obstbäume neu gepflanzt. Die Sortenauswahl orientiert sich an den Aufzeichnungen des Hofgärtners Johann Prokop Mayer aus dem 18. Jahrhundert. Die Kronen der Obstbäume werden, wie in einem Gartenplan von 1780 dargestellt, kegelförmig oder in Form einer sogenannten Kesselkrone formiert (Bild mitte und rechts).

Obstkultur in Museen

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Freilandmuseum Fladungen

Auf dem Freigelände des Museums werden nicht nur historische Gebäude erhalten, sondern auch typische Kulturlandschaften Unterfrankens abgebildet.
Die Ernte dieses Streuobstes finden Sie unter anderem in Museumsbränden und in Apfelsaft wieder.

www.freilandmuseum-fladungen.de

 

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Biodiversität

Es geht um die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten und um die biologische Vielfalt ihrer Lebensräume, wie Wälder, Seen oder Wiesen in Mainfranken.

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